Olympus Pen-F

20.Dezember 2017

 
     
 

 

 
 

 

 
 

Eigentlich ist die Olympus Pen-F bereits seit März 2016 im Handel erhältlich, ich hab mir als eingefleischter Olympus-Fan ein gebrauchtes, aber neuwertiges Modell im Foto-Fachhandel besorgt, weil mir das Retro-Design der Kamera sehr gefällt. Nun den Retro-Look, auf den auch andere Kamerahersteller wie Fujifilm oder Leica setzen muss man mögen. Das neue Modell der Olympus Pen-F ist dem analogen Originalmodell aus dem Jahr 1963 (erstes analoges Pen-Modell erschien 1959) äußerlich sehr ähnlich, setzt aber bei der Technik auf das bewährte MicroFourThirds System mit einem 21,8 Megapixel Sensor, der Aufnahmen bis zu 80 Megapixel (High-Resolution-Shot) ermöglicht. Olympus-üblich wurde auch ein klappbarer 7,6cm-Touchscreen verbaut, welcher mit 1.037.000 Bildpunkten auflöst. Erstmals in der PEN-Serie wurde der Kamera ein elektronischer OLED-Sucher spendiert, der mit 2.360.000 Bildpunkten 100% des Sucherbildfelds abdeckt und eine ruckfreie und scharfe Darstellung bietet. Auch die zahlreichen Stellräder sind liebvoll gearbeitet und ermöglichen die Einstellung von verschiedenen Modi, der Auswahl des Farbprofils oder der Auswahl der zahlreichen mitgelieferten Filter. Zusätzlich ist die Pen-F mit einem WLAN-Modul ausgestattet, welches die Fotos direkt auf ein verbundenes Smartphone oder Tablet übertragen kann.

Aktuell ist die Olympus Pen-F im Kit mit einem 17mm 1:1,8 für 1499,90  Euro (UVP) in Schwarz oder Silber erhältlich. Meine erworbene Kamera ist mit dem M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3,5-5,6 II R mit eckiger Gegenlichtblende von JJC ausgestattet. Sehr beeindruckt haben mich die 24 Aufnahmeprogramme, die unter anderen Modi für Porträt, Landschaft, Makro, Sport, Nachaufnahme, High- und LowKey, Kerzenlicht, Dokumente und viele mehr als fixe Aufnahmemodi zur Verfügung stellen. Zusätzlich sind noch viele "Art Filter"-Modi für PopArt, Weichzeichner, Körniger Film, Lochkamera, Sepia und Vintage verfügbar. Wer die Farb- und Monochrom-Profile händisch anpassen möchte kann  dies auch tun, für das Farbprofil können bei 12 Farben die Sättigungslevel um +/- 5 Stufen angepasst werden.

Auf Grund ihrer Größe eignet sich die Olympus Pen-F perfekt für die Straßenfotografie, da sie im Gegensatz zu großen Spiegel-Reflexkameras sehr unauffällig und auch, im Silent Modus nahezu lautlos ist. Als störend empfand ich das leise Surren des Bildstabilisators während der Aufnahmen. Auch die Auslösung über den Touchscreen habe ich als sehr angenehm empfunden, obwohl ich doch lieber mit dem ausgezeichneten Monitor im Sucher arbeite. Einerseits ermöglicht der kleine MFT-Sensor mit nur 17x13mm Fläche auch kleinere Gehäuse und Objektive als bei größeren Sensoren zu bauen, andererseits bringt dies auch Nachteile bei der Lichtempfindlichkeit mit sich. Bis zu ISO 3200 würde ich die Fotos als brauchbar bezeichnet, darüber hinaus wird das Rauschen zu stark.

Die Videoprofis unter den Fotografen werden etwas enttäuscht sein, da die Olympus Pen-F "nur" im Full-HD Format aufnimmt und auch ein nötiger externer Microfonanschluss fehlt. Für einen wirklichen Fotoausflug empfehle ich einen zweiten Akku mitzunehmen, da der BLN-1 Lithium-Ionen-Akku mit seinen 1220 mAh "nur" an die 300 Fotos durchhält. Das mitgelieferte BCN-1 Ladegerät lädt zwar in 3 Stunden den Akku vollständig, ein Wechselakku ist aber trotzdem bei längeren Fotoausflügen nötig. Hinweisen möchte ich hier auf die günstigeren Nachbau-Akkus anderer Hersteller, diese haben meist weniger mAh als der Original und liefern daher weniger Fotoauslösungen als das Originalprodukt.

 
     
 

 

 
  Technische Daten:  
     
  Bildsensor: Live MOS Sensor 17,4 x 13,0 mm  
  Staubschutzfilter: Ja, Supersonic Wave Filter  
  Auflösung: 20,3 Megapixel (volle Auflösung 21,8 Megapixel)  
  Dateiformate: 12 Bit RAW und JPEG  
  Bildauflösung: 5184x3888 Pixel  
  Videoaufnahme: Full-HD 1920x1080 (16:9) 60p bei max.29 Minuten Aufnahmezeit  
  Videos: Zeitraffer in 4K und Zeitlupe möglich.  
  Tonaufnahme: internes Stereomikrofon 16Bit, 48kHz, kein externer Anschluss  
  Objektivbajonett: Micro Four Thirds MFT  
  Bildprozessor: TruePic VII  
  Bildstabilisator: Sensor-Justierung, fünf-dimensional  
  Sucher: elektronischer Sucher mit 2.360.000 Punkten, 100% Suchbild  
  Monitor: interaktiver LCD-Bedienfeld, 7,6 cm und 1.037.000 Bildpunkten  
  Fokussiersystem: Kontrast AF-System, 81 Punkte  
  AF-Hilfslicht: Ja  
  Mehrfachbelichtung: Ja, bis zu 3 Fotos  
  Belichtungsmessung: TTL-Offenblendenmessung, 324 Zonen Mehrfeldbelichtungsmessung  
  Empfindlichkeit: ISO Low bis 25.600 in 1/3 LW Schritten  
  Verschluss: elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss  
  Verschlusszeiten: 1/8000 bis 60 Sekunden  
  Silent Modus: Ja, Verschlußzeit: 1/16000 bis 60 Sekunden  
  Selbstauslöser: Ja, 2 oder 12 Sekunden oder Benutzerdefiniert  
  High Resolution Shot: JPEG:  8160x6120 Pixel, RAW: 10368x7776 Pixel, 50/80 Megapixel  
  Gesichtserkennung: Ja  
  Serienbildaufnahmen: ca. 10 Bilder pro Sekunde bei maximal 16 Bilder im RAW-Format  
  Farbraum: sRGB und AdobeRGB  
  Aufnahmeprogramme: 24, zB. Porträt, Landschaft, Makro, Sport, High/ LowKey, Dokumente, uvm.  
  Art Filter: PopArt, Weichzeichner, körniger Film, Lochkamera, Sepia, Vintage, uvm.  
  Eingebauter Blitz: Nein (kleiner Aufsteckblitz im Lieferumfang mit Leitzahl 12,9 bei ISO 200)  
  externe Blitzsteuerung: TTL Auto, Manuell, FP TTL, FP Auto  
  kabellose Blitzkontrolle: Ja, 4 Kanäle, kompatibel mit den Olympus Blitzen FL-  R  
  Wasserwaage: 3D Wasserwaage in 2 Achsen  
  Histogrammanzeige: Ja  
  Schnittstellen: Blitzschuh, SD-Kartenslot, HDMI-Typ D, USB 2.0, WiFi,  
  Stromversorgung: BLN-1 Lithium-Ionen Akku für ca. 300 Aufnahmen  
  Abmessung: 125 x 72 x 37 mm (Breite x Höhe x Tiefe)  
  Gewicht: Gehäuse: 373 g,  inkl. Akku und SD-Card: 427g  
  Gehäuse: Aluminium in schwarz oder silber  
     
     
 

http://www.olympus.at